Jahreshauptversammlung 2005
Hochkarätig: Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV).
Jahres- und Kassenbericht, Feststellung der Beschlussfähigkeit, Entlastung des Vorstandes. Das Pflichtprogramm der 33. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV) war schnell absolviert. Um die Kür sollte es gehen, am 31. Mai 2005 in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen. Und wie die aussehen sollte, war für die 1.800 Teilnehmer ganz klar: Informationen aus erster Hand rund um den Berufsstand des Vermögensberaters.
Enttäuscht wurde niemand, im Gegenteil. BDV-Vorstand Dr. Reinfried Pohl rief den Mitgliedern ins Bewusstsein, dass ihr Verband im Bereich der Finanzdienstleistungen der einzig nennenswerte und in den Berliner Ministerien die zunehmend gehörte Berufsstandsvereinigung sei. BDV-Vorstand Friedrich Bohl lieferte die beiden Indizien später gleich nach: zum einen die Verbandsarbeit bei der Umsetzung der EU-Versicherungs-Vermittlerrichtlinie in nationales Recht, die in Deutschland noch nicht abgeschlossen ist, zum anderen der erreichte Aufschub der Umsatzsteuerpflicht bei der Vermittlung von Bank - und Investmentprodukten.
Weichenstellende Lobbyarbeit ist das eine, "Herausforderungen annehmen - die Zukunft gestalten" das andere. So Dr. Pohls Leitgedanke, den er mit den Zukunftsaussichten für den Beruf des Vermögensberaters präzisierte: "So chancenreich wie nie zuvor. Der Markt, in dem wir tätig sind, war nie so ergiebig wie zur Zeit. Deshalb gibt es offene Türen zu neuen Kunden und Partnern."
Rückendeckung kam von Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes, der mit einer beachtenswerten Rede über die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland und vor allem mit seiner Definition von qualifizierter Vermögensberatung überzeugte, die nicht nur ein Dienst an jedem einzelnen Kunden (sei), sondern ein Stück Umsetzung des Gesellschaftsmodells der sozialen Marktwirtschaft.
Private, kapitalgedeckte Vorsorge sei das Gebot der Stunde, die Umlagefinanzierung zur Sicherung des Lebensstandards im Alter habe ausgedient. Und genau hier sei eine gute und qualifizierte Beratung unerlässlich.
Kein Widerspruch zu den 15 Männern und den beiden Frauen, die zuvor aufs Podium gekommen waren. Ingenieur waren sie gewesen, Koch oder Anlageberater bei der örtlichen Genossenschaftsbank - in dem Bewusstsein, dass das noch nicht alles gewesen sein konnte. Sie suchten eine neue, eine echte Herausforderung und wagten als Existenzgründer den Neuanfang im Wachstumsmarkt par excellence, der Vermögensberatung.
Der Beruf ist mittlerweile Berufung geworden. Rückblickend ist der rote Faden in allen Lebensläufen schnell ausgemacht: Das Karriere-Programm Vermögensberatung des BDV. Alle 17 hatten im vergangenen Jahr als bisher erfolgreichste Teilnehmer das mehrmonatige Intensivtraining mit seinen 20 Modulen von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zwischengewinn durchlaufen. Hatten sich seminarbegleitend im Praktikumsbetrieb eines erfahrenen Vermögensberaters vor Ort individuell coachen lassen. Und zogen ein Fazit, wie es eindeutiger nicht sein kann: das Karriere-Programm Vermögensberatung des BDV ist von höchster Effizienz. Was nicht verwundert, schließlich ist es von erfahrenen Vermögensberatern entwickelt und praxisgerecht umgesetzt worden. Zudem wird es von der Arbeitsverwaltung unterstützt und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Arbeitsagenturen erfolgreich durchgeführt.
Die nächste Mitgliederversammlung des BDV ist am 31. Mai 2006. Beim Verlassen der Rhein-Main-Hallen war der ein oder andere zu hören, Pläne schmiedend, wie man denn wohl selbst das Karriereprogramm Vermögensberatung für die tägliche Arbeit mit dem Berufsnachwuchs nutzen könne. An der Motivation und Impulsen sollte es jedenfalls nicht fehlen - alle 1.800 Vermögensberater konnten als Geschenk das zuvor in einem Kurzfilm vorgestellte Buch Dr. Reinfried Pohls -Ich habe Finanzgeschichte geschrieben- mit nach Hause nehmen.
Christa Scholl

