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GDV kritisiert Stimmungsmache gegenüber Riester-Rente

Pressemitteilung 23.11.2011

Zu der heute veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu zehn Jahren „Riester-Rente“ erklärt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): „Die DIW-Bilanz, Riester-Produkte rentierten sich nicht, ist falsch. Sie sendet zudem ein fatales Signal an die Vorsorgebereitschaft der Bevölkerung. Das staatlich finanzierte DIW konterkariert damit die Bemühungen von Staat und Anbietern, die Verbreitung der Riester-Rente noch weit über das bereits erreichte Maß von 15 Millionen Vorsorgesparern zu erhöhen.

Die in der DIW-Studie von Axel Kleinlein (mittlerweile Vorsitzender des Bundes der Versicherten) vorgenommene „Rentabilitätsberechnung“ ist bereits in der Vergangenheit auf Kritik gestoßen. Vor allem führt die nicht angemessene Berücksichtigung der gesamten, den Kunden gewährten Leistungen, insbesondere aus der Überschussbeteiligung, zu irreführenden Ergebnissen. Die Behauptung, Riester-Renten lohnen sich oft nicht mehr als ein ‚Sparstrumpf‘, berücksichtigt nur die anfangs zugesagten Mindestleistungen. Damit wird implizit unterstellt, dass die Versicherungswirtschaft nie Überschüsse erwirtschaften würde.

Dass zudem die Zulagen in den „Rentabilitätsbetrachtungen“ vollkommen unberücksichtigt bleiben, ist nicht nachvollziehbar und geht an der Perspektive der „riesternden“ Bürger völlig vorbei. Nur aufgrund dieser fehlerhaften Annahme ist das fatale und falsche Signal zu verstehen, Riester-Verträge würden sich für viele Bürger gar nicht lohnen. Richtig ist, dass sich für die allermeisten Bürger, insbesondere Geringverdiener und Familien, keine Vorsorge so gut rechnet wie die Riester-Rente.

Auch die Kritik des DIW zu den mit Riester erreichten Zielgruppen wird von den regelmäßigen Erhebungen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) nicht bestätigt. Danach nehmen gerade Menschen mit geringem Einkommen und Familien mit Kindern die Zulagenförderung der Riester-Rente in erheblichem Maße in Anspruch: Rund 30 Prozent der Zulagenempfänger verfügten nach den jüngsten vorläufigen Zahlen der ZfA im Beitragsjahr 2009 über ein Einkommen von bis zu 10.000 Euro, rund 50 Prozent von bis zu 20.000 Euro und knapp 70 Prozent von bis zu 30.000 Euro.

Der vom DIW implizit nahe gelegte Verzicht auf eine Riester-Rente bedeutet nicht nur einen Verzicht auf eine attraktive staatliche Förderung, sondern vor allem einen Verzicht auf ein zusätzliches Alterseinkommen, das wie die gesetzliche Rente lebenslang gezahlt wird. Durch staatliche Vorschriften und Kontrolle bekommen die Bürger gerade bei der Riester-Rente ein Höchstmaß an Sicherheit sowie eine gesetzlich festgeschriebene Beteiligung an allen erwirtschafteten Überschüssen. Es gibt wohl kaum ein Finanzprodukt, das so intensiv reguliert ist wie die Riester-Rente.“


 

 
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