Einleitung

4. Parlamentarischer Abend des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV)  in Berlin

Vorstand setzt sich für Interessen der Vermögensberater vor Ort ein

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Der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) ist aktiv und nahe am Geschehen, wenn es um die Interessenvertretung seiner über 11.000 Mitglieder und den dazugehörigen Gedankenaustausch mit der großen Politik geht. Dies zeigte sich einmal mehr beim 4. Parlamentarischen Abend am 27. Januar 2010 in Berlin.

Geladen hatte der BDV in die ehrwürdige Parlamentarische Gesellschaft, die ganz im Blickfeld des Reichtagsgebäudes liegt. Und gekommen war die große Politik: Als Ehrengast und Rednerin des Abends erschien die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Ilse Aigner, MdB. Dazu konnten weitere Kabinettsmitglieder begrüßt werden: Staatsminister Eckhart von Klaeden aus dem Kanzleramt, Staatssekretär Andreas Storm (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) sowie die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (Gesundheitsministerium). Flagge beim BDV zeigten aber auch 25 weitere Bundestagsabgeordnete, darunter auch der Vizepräsident des Deutschen Bundestages Dr. Hermann Otto Solms sowie mehrere Vorsitzende von Bundstagsausschüssen und Fraktionssprecher in diesen Gremien.

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Als besonders interessant für den fachlichen Gedankenaustausch erwiesen sich aber auch die zahlreichen Experten aus den Bundesministerien für Verbraucherschutz, für Wirtschaft und für Finanzen sowie die Repräsentanten andere Verbände.

Unterstützt wurden die Verbandsoffiziellen Friedrich Bohl, Prof. Dr. Edgar Weiler, Lutz Heer und Werner Hussong dabei von den Herren Hans Theo Franken sowie Herrn Dr. Udo Corts vom Vorstand der Deutschen Vermögensberatung. Auch die Herren Christoph Langpaap, Martin Dickertmann und Dr. Ralf Götz sowie Herr Jürgen Wailersbacher aus dem erweiterten BDV-Vorstand nutzen die Gelegenheit für interessante Gespräche mit den Parlamentariern. Von Seiten der BDV-Fördermitglieder waren der komplette Vorstand der Central-Krankenversicherung und der Vorstandsvorsitzende der Badenia-Bausparkasse vertreten und von dem Verlauf des Abends sehr angetan!

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BDV Vorsitzender Friedrich Bohl begrüßte die 70 Anwesenden und betonte, wie bedeutsam es sei, dass sich die schwarz-gelbe Koalition in ihrer Vereinbarung vom 26. Oktober 2009 zum Kampf gegen die Altersarmut und zur staatlich geförderten Altersvorsorge bekannt hat. Der BDV Vorsitzende ermunterte die Koalition, diesen Weg entschlossen weiterzugehen. Dies gelte beispielsweise auch für den angekündigten Vorschlag bezüglich einer Ergänzung des bestehenden Umlageverfahrens in der Pflegeversicherung durch eine Kapitaldeckung.

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Bohl hob hervor, dass die dem BDV angeschlossenen Vermögensberater " anders als beispielsweise Bankberater " in der Finanzkrise keinen Vertrauensverlust bei ihren Kunden verbuchen mussten, da sie nie riskante Produkte des Grauen Kapitalmarktes bzw. Derivate oder Zertifikate angeboten hatten. Und bei 400.000 vermittelten Lebensversicherungspolicen gab es gerade mal zwei berechtigte Kundenbeschwerden bei der BaFin.

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Angesichts dieser Beratungsqualität zeigt der Vorsitzende des BDV wenig Verständnis für angekündigte Maßnahmen der Politik mit dem Ziel, den bestehenden Verbraucherschutz bei der Vermögensberatung über Gebühr auszuweiten. Bohl drückte aus, was viele Vermögensberater denken: "Wir wollen keine Überregulierung, die uns nur Zeit und Geld kostet, dem Verbraucher aber keinen Nutzen bringt". Und er hob hervor: "Angesichts der Tatsache, dass unsere Vermögensberater etwa 10 Prozent der 13 Millionen Riesterverträge vermittelt haben, begreifen wir uns als Helfer des Staates in Sachen privater Altersvorsorge und erwarten insofern auch die öffentliche Anerkennung."

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Bundesministerin Aigner, die den Ausführungen des BDV Vorsitzenden aufmerksam folgte, setzte in ihrer darauf folgenden Rede zum Thema "Verbraucherschutz bei Finanzdienstleistungen" ihre inhaltlichen Schwerpunkte auf die  Gebiete "Selbstverantwortung der Branche", "Verbraucherinformation" sowie "rechtliche Regelungen". Sie wolle mit einer besonderen "Qualitätsoffensive" das Vertrauen in die Branche stärken. Sie nahm das Angebot des BDV zur Mitwirkung bei der Vorbereitung des weiteren Entscheidungsprozesses gerne an. Hier werde es zu weiteren Gesprächen kommen.

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Im Rahmen des Parlamentarischen Abends des BDV konnten am 27. Januar bereits zielführende Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit gefunden und Positionen formuliert werden. Kenner der Szene stellten fest, dass diese jährliche Veranstaltung des BDV mittlerweile zu den besonderen Höhepunkten im Terminkalender der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin zählt. Die eindrucksvolle Präsenz an Entscheidungsträgern aus der Politik und der Führung des BDV hat dies einmal mehr in besonderer Weise bestätigt.